Vorausgesetzt, man ist keine Person, die das Internet aus Prinzip meidet und lebt aktuell nicht gerade unter einem Felsen, ist man bestimmt schon über das Phänomen Pokémon GO gestolpert. Die Handy-App, die aktuell gefühlt die ganze Welt auf Trab hält (und das ist wortwörtlich gemeint), ist in Österreich zwar noch nicht offiziell verfügbar, gespielt wird sie aber trotzdem schon an allen Ecken und Enden des Landes – und selbstverständlich auch in Salzburg. Wer wissen will, wie man über den Residenzplatz huschende Bluzuks, Salzach-Goldinis oder Hornlius aus dem Lehener Park gekonnt in einen Pokéball befördert, der lese hier weiter.

So installiert man Pokémon GO

Aktuell ist die App noch nicht offiziell per Play- oder App-Store verfügbar, mit einigen Tricks und Kniffen kann man sie jedoch trotzdem bereits downloaden. Für Android-User gibt es das Installationspaket aus externen Downloadquellen, empfehlenswert ist etwa jene von APKMirror. iPhone-User müssen sich anderweitig behelfen: Während Pokémon GO im österreichischen App-Store noch nicht verfügbar ist, kann man das Spiel im deutschen oder amerikansichen Store schon längst beziehen. Um sich die App trotzdem zu schnappen, legt man sich einfach einen ausländischen Apple-Account an, lädt das Spiel und loggt sich wieder in den Stammaccount ein – und schon kann das Spielvergnügen starten. UPDATE: Mittlerweile ist die App auch offiziell verfügbar!

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So wird gespielt

Wer sich an seine Pokémon-Eskapaden zur Schulzeit erinnert, kennt sich auch bei der Neuauflage mit Pokémon GO relativ schnell aus.
Das Prinzip ist einfach: Jeder Spieler fängt als Trainer der Stufe eins an Pokémon zu fangen, aufzupäppeln und schließlich gegeneinander in Kampfarenen antreten zu lassen. Das Neue an Pokémon GO: Gefangen werden die kleinen Monster nicht zwischen Pixelbüschen, sondern in der „echten Welt“ – also per virtual Reality.
Mittels Smartphone wird also durch die Stadt geschlendert, um Mauzi, Pikachu und Co einzutüten. Der zuvor erstellte Trainer-Avatar spaziert auf einer digitalen Landkarte mit, sobald ein Pokémon auftaucht, gibt das Handy ein Signal und die Kamera wird angeknipst. Nun heißt es: Präzision! Das Pokémon erscheint am Handydisplay in der Stadtumgebung und wird so lange mit Pokébällen beworfen, bis man es wahlweise gefangen hat, es entwischt – oder der Handyakku leer ist. An dem zehrt die App nämlich ganz schön.
Eine besonders nette Anregung zur Stadterkundung ist übrigens nicht nur die Pokémonjagd, sondern auch das Eintüten von Material, wie etwa Pokébällen. Diese sind in unregelmäßigen Abständen an Pokéstops in der ganzen Stadt versteckt – etwa bei Sehenswürdigkeiten, an auffälligen Stellen, oder auch bei Gegenständen im öffentlichen Raum, die nur Insider kennen können.
Man merkt schon an der Beschreibung: Bei einer Runde Pokémon GO legt man ganz schöne Strecken zu Fuß zurück.
Hat man erst einmal ein erstes Pokémon-Arsenal eingesammelt und als Trainer Level 5 erreicht, ist man außerdem dazu berechtigt, die eigenen Pokémons gegen jene von Mitspielern antreten zu lassen. Die Orte dazu sind Pokémon-Arenen, die ebenfalls an allen erdenklichen Orten in Salzburg platziert sind. Gekämpft wir dabei übrigens auch für das jeweilige Team, dessen Mitglied man ist. Je nachdem, ob die jeweilige Arena rot, blau oder gelb leuchtet, wird sie also von einem gewissen Team besetzt gehalten.

So sieht das von Pokémon eroberte Salzburg aus

Streift man also mit dem Smartphone bewaffnet durch die Stadt, trifft man allerorts auf wilde Pokémon, die es einzusammeln gilt. Ein paar unserer Highlights zeigen wir hier:

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Hier findet man Gleichgesinnte aus Salzburg

Wer nun Lust verspürt, sich mit mit anderen Trainern zu verbrüdern und gemeinsam auf die Jagd zu gehen, der findet relativ schnell Anschluss: In der Facebook-Gruppe Pokémon GO Salzburg etwa tummeln sich bereits knapp 200 Mitglieder, die sich zu gemeinsamen Streifzügen verabreden und mit ihrer Pokémon-Sammlung prahlen. Sinn macht die Jagd in der Gruppe übrigens auch deshalb, weil so mehr Pokémon angelockt werden, als von Einzelkämpfern.
Im großen Format werden solche Gemeinschaftsjagden übrigens auch schon organisiert:

  • Am Samstag dem 16. Juli marschiert man ab 15.00 Uhr beim Pokémon GO Citywalk in der Gruppe durch die Stadt, Treffpunkt ist die Weiße in Schallmoos. Für diesen 1. Salzburger Poke-Walk gibt es schon knapp 300 InteressentInnen
  • Am 23. Juli ruft man zur gemeinsamen Pokémon Nachtwanderung ab dem Salzburger Hauptbahnehof – schon 1.200 Trainer aus Salzburg sind am Event interessiert
  • Wer es feucht-fröhlich mag, der schließt sich dem 1. Pokémon GO Pubcrawl an, der am 4. August vom Urbankeller aus durch die Straßen und Gassen der Mozartstadt führt. Punkte gibt es hier übrigens nicht nur für gefangene Pokémon, sondern auch für zu sich genommene Getränke – und für Verkleidungen. UPDATE: Der Pokémon-Pubcrawl wurde in der Zwischenzeit leider abgesagt.

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geschrieben von

Carolina

Caro ist bei gesagt.getan. für den Bereich Online-Kommunikation zuständig. Sie bloggt, postet, fotografiert, konzipiert und erdenkt so ziemlich alles, was mit digitalen Medien zu tun hat. Und genau darüber schreibt sie hier auch.

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Kommentare

hey 😀 wie ist das jetzt mit dem Pub-Crawl? Der Link dazu geht leider nicht 🙁 *schnief*`

Oh oh! Der wurde scheinbar abgesagt! Schade drum!

Hi,

also der beste Tipp ist einfach beim Brunnen im Mirabellgarten ein paar Stunden zu verweilen. Da sind drei Pokestops in der nähe und dort stecken meist immer Lockmodule.

Viel Spass beim Sammeln.

LG