Wir sind in 2016 angekommen und schon ganz gespannt, was dieses Jahr onlinetechnisch bringen wird. Gut also, dass die renommierte Branchenmesse CES 2016 sich im Jänner in Las Vegas ihr alljährliches Who is Who der Future Trends gab. Welche Online (Marketing) Trends 2016 dominieren werden, haben wir zusammengeschrieben.

#1 Virtual Reality – jetzt wird’s ernst

Virtual Reality ist nicht mehr nur der letzte Schrei, sondern steht nun auch mit technisch ausgefeilteren Endgeräten am Start. Virtual Reality und Augmented Reality hatten wir zwar schon mal – aber in 2016 wird alles ein bisschen besser. Präsentiert wurde auf der CES dieses Jahr zum Beispiel die Endkundenversion der Oculus Rift, die man sich auch schon reservieren kann.

Oculus Rift

Augmented Reality ist nützlich

Dass mit Augmented Reality nicht nur gespielt werden kann, beweist der Daqri Smart Helmet. Der Helm verwandelt jede Baustelle in einen Augmented Reality-Spielplatz und zeigt deutlich: Augmented Reality hält Einzug in die ganz „normale Welt“.

#2 Internet of Things kommt im echten Leben an

Das ‚Internet der Dinge‘ haben wir schon das letzte Jahr über wachsen und gedeihen gesehen. Zukünftig werden Wearables immer wichtigere Tools für Datensammlung und User Engagement sein. Über die letzten Jahre hat man sich an das Konzept des Connected Fridge herangetastet, im Jahr 2016 scheint dieser real geworden zu sein. Zum Beispiel in Form vom Samsung’s Family Hub Refrigerator.

#3 Mobile over Desktop

Jetzt ist es offiziell: Mobile schlägt Desktop. In 2015 hat der mobile Traffic den Desktop-PC zum ersten Mal überholt, zwar „nur“ in zehn Ländern, aber immerhin. Und wir erinnern uns: 2015 war auch das Jahr, in dem der Mobilegeddon-Algorithmus Webseiten ohne mobiler Optimierung im Google-Ranking das Wasser abgegraben hat. Ob Desktop-Traffic wirklich vom Aussterben bedroht ist, steht in den Sternen. Die Richtung, die von Google vorgeben wird, ist aber klar eine mobile.

#4 Digitale Assistenten im Scheinwerferlicht

Wir wissen: Konversationelle Suchanfragen sind am Vormarsch und der Suchprozess wird davon stark beeinflusst. Digitale Assistenten wie Siri, OK Google, Windows Cortana und Co. gewinnen noch mehr Wichtigkeit. Die Vorteile von digitalen Assistenten sind vor allem praktische: Die Suche ist durch Sprachaufzeichnung und seiner konversationellen Form sehr einfach zu bedienen und ähnelt realen Bedienungen von Informationsaustausch. Das Ziel? Als Antwort soll kein langes Browsen im Web folgen, sondern kurze und nützliche Information. Angebote, die von digitalen Assistenten nicht gelesen werden können, werden sich im Jahr 2016 benachteiligt fühlen.

Google Suchfenster auf Desktop

#5 Barrierefreiheit im Internet

2016 ist ein wichtiges Jahr für barrierefreies Internet. In Österreich wurde 2006 ein Gesetz erlassen, das Webseiten dazu verpflichtet, ihre Webinhalte so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Die zehnjährige Übergangsfrist hat mit 1. Jänner 2016 sein Ende gefunden und eingeschränkte Personen können sich nun rechtswirksam gegen Diskriminierung im Netz wehren.

Warum zahlt es sich – abgesehen von Bußgeldern – aus, seine Webseite barrierefrei zu gestalten? Damit Kunden für sie interessante Angebote finden und darauf zugreifen können. Unabhängig von Alter, Bildung und Herkunft. Macht Sinn, oder?

#6 Live-Streaming & vergänglicher Content

Was Meerkat und Periscope 2015 bereits begonnen haben, setzt sich auch in 2016 weiter durch: Live-Streaming. Vor allem für Unternehmen ist Live-Streaming ein neuer Weg, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Und öffnet viele Möglichkeiten zu einer engeren Bindung.

Ähnlich persönlich ist die App Snapchat, die auf vergänglichen Content setzt. 24 Stunden sind die „Stories“, also Kurzvideos, die von Users übers Handy aufgezeichnet werden, online, bevor sie wieder verschwinden. Mit steigender Popularität von Ephemerals, also Plattformen mit vergänglichem Content, wird auch die Anzahl von Apps wachsen, die diese Inhalte wieder herstellen können. Was Snapchat auch schon einmal vorgezeigt hat.

Meerkat ist eine App zum Live-Streaming

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geschrieben von

Peter Greisberger

Peter ist der digitale Handwerksmeister bei gesagt.getan. Er leitet Projekte, entwickelt Konzepte, hat Ideen und kümmert sich um die Geschicke des Unternehmens.

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