Die Helden des Bildschirms sind dieser Tage ja bekanntlich nicht mehr nur im TV und im Radio zu sehen und zu hören. Vor allem Youtube ist für Musiker und Musikerinnen das Medium schlechthin, um ihre neuen Songs und Musikvideos brandaktuell zu präsentieren. Ob Rapper, HipHopper, Pop-Musiker, Rocker oder Singer-Songwriter, wer etwas auf sich und seine Gesangskünste hält, hat einen eigenen Youtube-Channel. Neben den internationalen Stars besitzen auch immer mehr Österreichische Musiker und Musikerinnen ihren eigenen Channel. Wobei für die Damenwelt hier noch einiges an Aufholbedarf besteht. Im ersten Teil unserer mehrteiligen Serie über Youtuber und Youtuberinnen aus Österreich haben wir euch verschiedene österreichische Lifestyle-Vlogger und -Vloggerinnen vorgestellt. Im zweiten Teil wollen wir euch einen Einblick in die Österreichische Youtuber-Szene in Sachen Musik gewähren und euch einige Interpreten vorstellen, die erfolgreiche Channels betreiben. Viel Spaß!

1. Dame – Rapper mit Persönlichkeit

Der Rapper Dame ist mit seinem Youtube-Channel Damestream Records der ungeschlagene König unter den österreichischen Musikern auf Youtube. Der 24-jährige Salzburger lenkte die Aufmerksamkeit im Netz vor allem durch seinen Song „Pave Low“ auf sich. Die Hymne zum Computerspiel „Call Of Duty“ wurde auf seinem Channel bereits über 20 Millionen Mal angeklickt. Aber auch seine anderen Musikvideos erfreuen sich großer Beliebtheit. „Rapp hat ein kaputtes Bein und ich trag ihn jetzt Huckepack“, rappt der Salzburger in seinem Song „Mein Haus“, in dem er kritisch auf die österreichische Rap-Szene blickt. Das Video wurde von seinen über 300.000 Abonnenten begeistert angenommen. Mit seinen Texten, die sich nicht nur um Drogen, Alkohol und Partys drehen, und seinem Auftreten, das ganz ohne dicke Goldkette und Basecap auskommt, macht er jungen Menschen Mut und begeistert auch solche, die bis vor Kurzem mit Rap noch überhaupt nichts anfangen konnten.

 2. Left Boy – Vielfalt statt Einfalt

Dem 27-jährigen Wiener Ferdinand Sarnitz, besser bekannt als Left Boy, ist das musikalische Talent schon in die Wiege gelegt worden. Der Sohn von André Heller komponiert seine Musik am Computer und kombiniert dabei die Genres Rock, Pop und Elektro zu einem ganz eigenen, unverkennbaren Stil. „Ich höre fast aus jedem Genre Musik und versuche mir das Beste von überall als Inspiration zu nehmen“, sagt der Wahl-New Yorker in einem Interview mit music austria. Aktuell lebt Left Boy mit fünf anderen kreativen Köpfen in einer WG in Brooklyn. Sein Name gründet im Open Way Of Thinking der, wie er selbst sagt, ideal zu dem passt was er tut und denkt. Dass er damit genau den richtigen Ton trifft, bestätigen seine über 107.000 Abonnenten, die die Videos des Österreichers regelmäßig verfolgen.

 3. Money Boy – Dreh den Swag auf

Ganz im Gegensatz zu Dame setzt der Wiener Rapper Money Boy voll auf die Klischees. In seinen Videos zeigt sich der 33-Jährige umgeben von Ladys im Bikini und mit einem Bündel Geldscheinen in der Hand. „Bitch“ und „Whoe“ dürften auf jeden Fall zu seinen Lieblingswörtern gehören. Was Money Boy, der eigentlich Sebastian Meininger heißt, wohl am besten kann? Polarisieren. Es gibt wohl kaum jemanden, der sich ein Video des Rappers ansehen und gelangweilt weiterklicken kann. Man liebt oder hasst ihn. Die Geister scheiden sich auch, wenn es um die Frage geht, ob das alles nur eine riesen große Parodie, oder purer Ernst sein soll. Fest steht, dass Money Boy einen Studienabschluss in Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien erlangt hat und sich der Professor, der den Rapper während seiner Diplomarbeit betreut hat sicher ist: „Money Boy ist alles andere als dumm.“ Macht es wie die 100.000 Abonnenten des Wieners und bildet euch eure eigene Meinung.

 4. Conchita Wurst – We are unstoppable

Seit dem Song Contest 2014 ist Conchita Wurst Menschen auf der ganzen Welt ein Begriff. Auf ihrem Youtube-Channel gibt es jedoch nicht nur Musikvideos zu sehen. Conchita antwortet auch auf Fanfragen und gibt Tipps für das perfekte Make Up. Der Steirer Tom Neuwirth schuf die Kunstfigur bereits 2011 mit dem Wunsch, dass sich „ die Leute ausgehend von meiner ungewöhnlichen Erscheinung Gedanken machen.“ Gedanken, über sexuelle Orientierung und darüber, dass jeder Mensch anders und einzigartig ist. Es war ein steiniger Weg für Conchita bis zum Sieg des ESC. Sie sah sich harter Kritik und internationaler Diskriminierung ausgesetzt. Am Ende ist sie als Phönix aus der Asche gestiegen und gilt heute als Symbol für Toleranz. Ihr Kampf für Gleichberechtigung, Frieden und Freiheit aller Menschen wird von über 52.000 Abonnenten unterstützt.

 5. Bilderbuch – erfrischend anders

Bunt, schrill und irgendwie total ungewöhnlich. Das sind Bilderbuch. „Es ist das Recht der Pop Musik, sich alles zu nehmen was sie will“, sagt Sänger Maurice Ernst im Interview mit dem Spiegel. Und genau das tut das Wiener Quartett, indem es die verschiedensten Musikrichtungen zu einem ganz neuen, einzigartigen Konzept vermischt. Das Ganze wird gewürzt mit etwas Arroganz, ein wenig Melancholie und einer großen Portion Schmäh. Es ist genau diese Mischung, die die Musik von Bilderbuch so einzigartig macht. Die Wiener Musiker spielen mit Klischees und der Gesellschaft gleichermaßen und sind dabei ganz nahe bei sich selbst. Über das erste Video des neuen Albums Schick Schock freuen sich bereits über 7.000 Abonnenten

 6. Maya Berovic – Pop Queen aus Bosnien

Die gebürtige Bosnierin Maya Berovic lebt seit 2009 in Graz und begeistert auf ihrem Channel über 33.000 Abonnenten. Die 27-Jährige hat schon mit 12 Jahren angefangen in verschiedenen Diskotheken zu singen und hat bis dato fünf Studio-Alben veröffentlicht. Die Wahl-Grazerin macht Pop-Musik vom Feinsten und kombiniert diese gekonnt mit folkloristischen Klängen ihres Heimatlandes. Maya singt dabei in ihrer Muttersprache. Auf ihrer Facebook- Seite könnt ihr die zukünftigen Termine sehen, an denen die Sängerin in verschiedenen Clubs auftreten wird. Am 26. Mai bringt sie die Diskothek Triebwerk in Salzburg zum Kochen. Auch in Wien und Innsbruck könnt ihr Maya live erleben.

7. Anna F. – gefühlvolle Naturgewalt

Die Singer-Songwriterin Anna F. singt schon seit sie ein kleines Mädchen ist. Am wichtigsten ist es der gebürtigen Steirerin, frei zu sein und ihr „eigenes Ding“ zu machen. Zu ihrer sanften Stimme kombiniert sie Klänge aus den Genres Folk, Pop-Rock und Electro. Über ihre Rolle als Jurorin in der Show „Wer singt für Österreich“ sagt die Amadeus-Preisträgerin im ORF-Interview: „Es ist spannend auch einmal die Perspektive zu wechseln“. Auf ihrem Youtube-Channel könnt ihr nicht nur Annas Musikvideos sehen, sondern auch allerlei spontan entstandene Clips. Darunter sind Aufnahmen von Anna beim Yoga, eine Panne beim Musikvideo-Dreh und ein traumhaftes Treffen mit David Bowie. Dass sich ein Besuch auf dem Channel der charmanten Sängerin auf jeden Fall loht, bestätigen mehr als 8.000 Abonnenten.

Und jetzt seid ihr dran: Welche anderen Österreichischen Musiker und Musikerinnen sollte man auf Youtube nicht verpassen? Verratet uns eure Tipps in den Kommentaren!

5.055

geschrieben von

Carolina

Caro ist bei gesagt.getan. für den Bereich Online-Kommunikation zuständig. Sie bloggt, postet, fotografiert, konzipiert und erdenkt so ziemlich alles, was mit digitalen Medien zu tun hat. Und genau darüber schreibt sie hier auch.

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