Ravioli

Foodblogs sind wie digitale Kochbücher – und noch viel mehr. Man entdeckt dort exotische Gerichte und Hausmannskost, süßes Backwerk und herzhaft Gegrilltes, Gemüsekreationen und Schokoträume und holt sich viel Inspiration für eigene Kochabenteuer. Das Schöne an Foodblogs ist, dass allein schon die anschaulichen Bilder Lust auf mehr machen und dazu animieren, selbst einmal den Kochlöffel zu schwingen. Was Foodblogs dabei so unverwechselbar macht? Sie liefern Einblicke in echte Küchen und zeigen „echtes“ Essen – Praxistipps, Anekdoten und viel Persönlichkeit inklusive. Die Foodbloggerbewegung wird dabei immer größer, stärker und selbstbewusster – und zwar auch im kleinen, verschlafenen Österreich. Höchste Zeit also, die liebsten Foodblogs des gesagt.getan.-Teams vorzustellen. Wir präsentieren: Unsere schönsten Blicke in die Kochtöpfe von Österreichs Foodbloggern.

In Österreich deckt die Foodbloggerszene die unterschiedlichsten Bereiche ab – vom Frühstück übers Backen bis hin zu veganem Essen – und wächst stetig weiter. Schon jetzt gibt es eine Vielzahl an internetaffinen Kochwütigen, die sich gerne kulinarisch ausprobieren, kreative Kompositionen erdenken und diese anschaulich im Internet dokumentieren. Bevor wir uns in die Bilderwelten der österreichischen Foodblogger stürzen sei jedoch noch eine Warnung ausgesprochen: Wer jetzt noch keinen Hunger hat, bekommt ihn nach der Lektüre ganz bestimmt. In diesem Sinne: Guten Appetit!

 

1. diegluecklichmacherei.com – mit Liebe zum Detail

Eine gebürtige Tirolerin kocht in Vorarlberg und präsentiert ihre Kunstwerke im Internet – das ist Nadin, die Glücklichmacherin des Blogs „die Glücklichmacherei“. Cupcakes wie aus dem Bilderbuch, schmackhafte Salate, kreative Frühstücksvarianten und fruchtige Durstlöscher zeugen von ihrem Drang, zu kochen, zu backen und immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Die Liebe und Leidenschaft zu Kochlöffel und Springform gehen aus ihren Blogbeiträgen ebenso hervor wie die Authentizität und die persönliche Note, mit der sie die Glücklichmacherei betreibt. Neben dem Gaumenschmaus kommt auch der Augenschmaus bei Nadin nicht zu kurz: Sie untermalt ihre Rezepte mit Bildern, bei der sie den Fokus ganz auf die schmackhaft aussehenden Gerichte lenkt und mit natürlichen Accessoires wie Holzlöffeln oder dekorativ drapierten Zutaten in Szene setzt. Besonders lecker klingt Nadins kleiner Zitronen-Rosmarin-Guglhupf, der ein idealer Kaffeebegleiter für heiße Sommertage ist.

glücklichmacherei

 

2. krimserei.com – Rezepte Querbeet

Eine Topfpflanze in der Hand, zwei Wollknäuel inklusive einer – ich schätze mal – Stricknadel sowie ein Kochbuch auf dem Arm: So stellt sich Angela auf dem Logo ihres Blogs „die Krimserei – ein Querbeet-Blog“ dar. Und auch der Name lässt darauf schließen: Angela ist vielseitig. Sie arbeitet gerne mit Stoff, am liebsten in Form von häkeln, stricken oder nähen, sie liest gerne Bücher, die sie ihren Lesern auch gerne näherbringt, und das für uns in diesem Fall interessante: Sie liebt es, zu kochen. Bei ihren Rezepten durchstreift sie dabei ferne Länder. Sie zaubert uns Spanien auf den Gaumen, bringt uns das geschmackvolle Indien ein Stück näher, nimmt uns kulinarisch mit nach Frankreich oder offenbart uns Genuss auf Österreichische Art. Letzteres hat seinen Grund: Angela ist echte Österreicherin, genauer gesagt aus dem Wienerwald. Das erkennt der aufmerksame Leser oftmals an ihren Zutaten. Denn so verwendet Angela für Ihre Kreationen nicht etwa Quark sondern Topfen und kocht auch nicht mit Kartoffeln sondern mit Erdäpfeln. Sympathisch, diese Österreicherin. In diesem Sinne: Lassen Sie sich die reschen Topfenecken schmecken!

krimserei

 

3. blog.thestepfordhusband.at – ein Mann mit Schürze

Wer hinter Foodblogs klassischerweise Frauenpower erwartet, dem sei thestepfordhusband ans Herz gelegt. Stepford Husband Kevin scheint ein wahrer kulinarischer Tausendsassa zu sein. Denn er zeigt uns nicht nur selbstgemachten Sirup, er präsentiert uns auch seine vegetarischen Quesadillas und stellt uns sein Rezept für weihnachtliche Rumkugeln zur Verfügung. Und man muss schon sagen: Er hat ein Händchen für die reizvolle Inszenierung seiner Rezepte! Der Fotostil auf thestepfordhusband ist so wiedererkennbar, wie er sonst selten auf einem Foodblog daherkommt. Und die Fotos selbst sind so schön, dass man am liebsten alles nachkochen würde, was da so präsentiert wird. Und weil der Sommer da ist und man im Sommer gerne etwas Leichtes isst – hier Kevins Anleitung für einen frischen und zugleich erfrischenden Zitronen-Feta-Aufstrich inklusive Bild.

thestepfordhusband

 

4. kuechensprint.com – mit wenig Zeit Leckeres erschaffen

Anita ist Betreiberin von „Küchensprint“. Gestartet ist die Oberösterreicherin mit einem Reiseblog anlässlich einer Weltreise. Nach Ende der Erdumrundung wollte Sie das Bloggen allerdings nicht aufgeben und starte den Blog „In Anitas Küche“. Diesem folgte ein weiterer Blog mit dem Namen „Landlieben“. Sie probierte vieles aus, beobachtete die Reaktionen ihrer Leser und wurde so auf ein Thema gelenkt, das auch ihr persönlich sehr am Herzen liegt – frisch kochen, und das auch mit wenig Zeit. Das Thema Zeitmangel ist allgegenwärtig, auch in Anitas Leben. Mit ihrem aktuellen Blog Küchensprint möchte sie helfen, das Beste aus der vorhandenen Zeit herauszuholen. So veröffentlicht sie Rezepte, die schnell und einfach umzusetzen sind und präsentiert ihrer Leserschaft Tipps und Tricks, die das Kochen erleichtern. Genuss mit frischen Zutaten und selbst zubereitet muss nicht immer lange dauern! Das zeigt ihr Rezept für würziges Zitrushähnchen mit roten Zwiebeln. Das Gute bei Anita: Man findet bei jedem Beitrag eine genaue Zeitangabe, wie lange die Zubereitung dauern wird. Also: Fast Food adé – herzlich willkommen schnelle und frische Küche!

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5. esskultur.at – ein Brückenschlag zwischen on- und offline

Katharina Seiser ist die Grand Dame der Österreichischen Foodbloggerszene – und das nicht ohne Grund. Sie ist Kochbuch-Autorin, ausgebildete Magazinjournalistin, Köchin, Bachelorette der Kommunikationswissenschaft und Bloggerin mit viel Sinn für Esskultur – so der Name ihres Blogs. Durch ihre umfassenden Tätigkeiten verbindet sie online und offline gekonnt miteinander und schafft so durch Blog und Print-Kochbücher einen Kochinspiration für ein vielschichtiges Publikum. Wir sind in diesem Fall an ihrer Online-Präsenz interessiert – und zwar an ihrem Blog. In den insgesamt fünf Kategorien, nämlich Brot & Gebäck, süß, pikant & warm, pikant & kalt sowie Frühstück, präsentiert sie, wie sie selbst schreibt, „nicht so viele, dafür gute“ Rezepte (die restlichen kann man in ihren Kochbüchern nachschlagen). Besonders spannend ist ihre vierteilige Serie zu einem no-knead-bred, also einem Brot, das nicht geknetet werden muss. Hierbei ist nicht nur ihre erheiternde Suche nach einer passenden Übersetzung ins Deutsche ein Highlight, auch das Ergebnis ist durchaus einen eigenen Versuch wert.

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5.0510

Autoren

Teresa

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