Reisen in der heutzutage ist ein Kinderspiel, gerade, wenn man dabei das Internet nutzt. Wie wir bereits im ersten Teil unserer Serie „Travel with Google“ berichtet haben, mischt der Internetriese Google nun auch im Reisegeschäft mit. Dabei entert er einen großen Markt. Denn: Einer Studie zufolge, die Google in Zusammenarbeit mit TUI Deutschland und dem Marktforschungsunternehmen GfK im Jahr 2013 durchgeführt hat, wird bereits jede dritte Reise im Internet gebucht. 60% der Online-Reisekunden geben dabei an, dass die Suchmaschine der erste Anlaufpunkt der Reiseplanung sei. Neben dem bereits zuvor vorgestellten Hotelfinder stellte Google 2013 auch den hauseigenen Flugfinder in Deutschland vor: Mit Hilfe dieser Software können Reisende schnell und einfach bei Google nach passenden und günstigen Flügen suchen. Die Krux dabei: Es werden lediglich Airlines angezeigt, die mit Google zusammenarbeiten. Wir haben unter die Lupe genommen, wie der Flugfinder funktioniert und welche Vorteile er gegenüber anderen Suchportalen für Flugreisen bietet.

Mit Google in die Ferne schweifen

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Viele Reisende wählen bei der Urlaubsplanung den Weg über eine Suchmaschine. So vermeidet man die lange Anfahrt ins Reisebüro und kann bequem und einfach vom heimischen Sofa aus buchen. Kein Wunder, dass die Reisebuchung per Internet immer beliebter wird. Diesen Trend hat sich Google zu Nutze gemacht: Der Internetriese vernetzt seit 2013 mit dem Google Flugfinder die Flugsuche im Internet. Unter google.de/flights erscheint eine Suchmaske, die hilft, den günstigsten und schnellsten Flug für den gewünschten Zeitraum zu finden.

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Wer direkt in der Suchleiste bei Google zum Beispiel „Flug Salzburg Berlin“ angibt, erhält unter den Anzeigen von Google eine Tabelle mit den besten Flügen zu den angegebenen Daten – diese Tabelle beinhaltet einen Link, der direkt auf die Suchmaske des Flugfinders weiterleitet, um die Suche zu detaillieren. Auf google.at wird diese Tabelle ebenso angezeigt, jedoch funktioniert hier die Weiterleitung auf Flugfinder nicht.

Google Flights geht auf individuelle Wünsche ein

In der Suchmaske findet der User nun verschiedene Suchfelder, um seine Flugsuche einzuschränken. Wurde Abflug- und Zielflughafen sowie die Reisezeit eingetragen, erscheint eine umfassende Tabelle mit Preisen, der Airline, der Flugzeit sowie der Information über Zwischenstopps. Durch diverse Filterfunktionen unterhalb der Reisezeit-Suchleiste kann die Suche nach Kriterien wie Nonstop-Flügen, Maximalpreis, Fluggesellschaften etc. gefiltert werden.

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Hat man einen Hinflug ausgewählt, erscheint eine weitere Tabelle zu den Rückflügen.

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Sobald man sich auch für den Rückflug entschieden hat, stehen einem weitere Möglichkeiten zur Wahl:

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  • Bei Airline buchen: Hier wird direkt auf die Webseite der Airline weitergeleitet – denn eine Buchung direkt bei Google ist nicht möglich.
  • Besonders praktisch – diese Reise speichern: Speichert man die Reise, kann man über einen längeren Zeitraum Preise verfolgen. Diese Funktion ist nur mit der Anmeldung über das Google-Konto möglich.
  • Diese Reise teilen: Klickt man auf „Teilen“, kann der gewünschte Flug per Mail – sofern man mit dem Google-Konto angemeldet ist – per Mail versenden oder die Informationen mittels Link mit anderen Personen teilen.

Bei einer Flugsuche mit flexiblen Daten werden zudem weitere Funktionen geboten: Eine Karte zeigt die genaue Flugroute, Kosten von Flügen zu umliegenden Destinationen sowie ein Balkendiagramm der täglichen Preise zu gesuchter Flugroute – ein wichtiges Hilfsmittel für jene Flugsuchende, die bei ihren Reisezeiten flexibel sind.

Hilfreich oder nicht?

Mit dem Flugfinder bietet Google eine übersichtliche Suchfunktion speziell für Flüge. Diese ist userfreundlich aufgebaut und gibt detaillierte Information zu gesuchten Flügen inklusive einer Preisübersicht für die günstigsten Verbindungen. Mit dem Google Flugfinder kann der User schnell und einfach einen Flug finden und in weiterem Weg gleich bei der Airline buchen. Vor allem für Reisende, die nicht an spezielle Zeiten gebunden sind, ist der Flugfinder ideal. Durch die tägliche Preisanzeige kann in diesem Fall der günstigste Flug gebucht werden. Für den User ist dieses Tool hilfreich, dennoch lohnt es sich, auch portalübergreifend Preise zu vergleichen, um den billigsten Flug zu den gewünschten Anforderungen zu finden.

Die Auswirkungen des Flugfinders

In einer Stichprobe der Stiftung Warentest (Zeitschrift „test“, Ausgabe 01/14)  lag der Google Flugfinder weit vorne. Für sechs von acht Flügen fand die Suchmaschine den günstigsten Flug. Doch was bedeutet der Vorstoß von Google in das Flugreisegeschäft für andere Portale? Anderen Seiten zur Flugsuche ist der Google Flugfinder ein Dorn im Auge. Denn die Preisübersicht wird prominent in den Google-Suchergebnissen angezeigt. Somit muss der User nicht lange nach oder in einschlägigen Portalen suchen, er findet alles, was er wissen muss, direkt bei Google übersichtlich aufbereitet. Daher gehen anderen Billigfluganbietern User verloren, die der Internetriese Google durch sein umfassendes Angebot von diesen Seiten weglockt.
Habt ihr schon einmal einen Flug über Google Flights gebucht? Wir freuen uns über eure Erfahrungen!

Headimage: CCO via pixabay

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geschrieben von

Teresa

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