PRO

„Schlüssel, Geldtasche, Handy?“ – die letzten Fragen, die ich mir vor verlassen meiner Wohnung stelle. Das Smartphone gehört ganz einfach zu den Top-3 Wegbegleitern im täglichen Leben. Ich weiß gar nicht, wie viele Stunden im Monat ich tatsächlich damit verbringe, auf das Display meines iPhones zu starren. Kein Wunder also, dass ich von diesem Anblick nach spätestens einem Jahr gelangweilt bin und bei einem neuen iPhone gerne sofort zuschlagen möchte.

Außerdem, seien wir ehrlich: Ein iPhone überlebt maximal drei iOS-Updates, danach ist es noch etwa so schnell wie die Wählscheibe bei Omas altem Telefon. Spätestens also dann, wenn man eine Generation iPhone ausgelassen hat, ist es ohnehin unvermeidlich, sich ein neues zu kaufen. Und wer entscheidet sich dann noch freiwillig für eine Vorgängerversion? Außer natürlich, man möchte ohnehin keine aktuellen Apps nützen und hat sich nur für das iPhone entschieden, weil‘s so schön ist. Wobei gerade der Eitelkeit wegen sollte man sich dann wohl doch für das neueste entscheiden – wie sähe das denn sonst aus?

Ich komme allerdings wohl nicht umhin, dem Contra auch ein bisschen recht zu geben: Immerhin liegt neben mir momentan kein brandneues iPhone 6S Plus in Rose Gold, sondern lediglich ein iPhone 5S, das – wer hätte es gedacht – nach dem Update auf iOS 9.0 jetzt auch nicht mehr ganz so flink ist wie zuvor. Warum ich mir dann noch kein neues geholt habe? Habt ihr euch einmal diese Preise angeschaut?

Hanna

 

CONTRA

Ich bin im Herzen ein faules Stück. Das beginnt beim täglichen Abwasch und endet dabei, dass ich viel zu bequem bin, mich auf neue technische Geräte einzulassen. Gebrauchanleitungen lesen? Nein danke. Eine neue Benutzeroberfläche am iPhone? Der Horror! Ergo: Handys und anderem technischen Firlefanz halte ich so lange die Treue, bis sie von selbst auseinanderfallen. Oder die Sollbruchstelle irgendwann zuschlägt. Dabei verliere ich meine Nerven lieber an die immer schwächer werdende Akkulaufzeit, als an die äonenlange Suche nach irgendwelchen Einstellungen im Menü, die beim letzten Modell noch ganz woanders waren.

Das beste daran: Mein fauler Schweinehund lässt sich wunderbar mit der Moralkeule kaschieren. Alte Handys verursachen Berge an Sondermüll, neue Handys werden unter fragwürdigen Umständen produziert. Die Stichwörter: Kinderarbeit, Umweltprobleme und politische Unruhen dank Coltan-Abbau, gesundheitsbelastende Produktion und problematische Wiederverwertbarkeit. Alles Dinge, die man als verantwortungsbewusster Bürger zu vermeiden gedenkt. Wenn es die persönliche Faulheit von selbst erledigt: umso besser. Und so wird mein innerer Schweinehund zur heiligen Johanna der Handyindustrie.

Caro

5.0510

geschrieben von

Carolina

Caro ist bei gesagt.getan. für den Bereich Online-Kommunikation zuständig. Sie bloggt, postet, fotografiert, konzipiert und erdenkt so ziemlich alles, was mit digitalen Medien zu tun hat. Und genau darüber schreibt sie hier auch.

Team

Caro ist bei gesagt.getan. für den Bereich Online-Kommunikation zuständig. Sie bloggt, postet, fotografiert, konzipiert und erdenkt so ziemlich alles, was mit digitalen Medien zu tun hat. Und genau darüber schreibt sie hier auch.

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